Vorläufige Festsetzung der Erbschaftsteuer

Nachdem das Bundesverfassungsgericht am 7. November 2006 entschieden hat, dass die derzeitige Erhebung der Erbschaftsteuer mit einheitlichen Steuersätzen auf den Wert des Erwerbs mit dem Grundgesetz unvereinbar ist, und den Gesetzgeber verpflichtet hat, spätestens bis zum 31. Dezember 2008 eine Neuregelung zu treffen, haben jetzt die Finanzministerien der Bundesländer reagiert und angeordnet, dass bis zur gesetzlichen Neuregelung sämtliche Festsetzungen der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer) gem. § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 AO in vollem Umfang für vorläufig zu erklären sind.

Ferner sind Festsetzungen der Erbschaftsteuer (Schenkungsteuer), bei denen die §§ 13a, 19a ErbStG in der durch das Haushaltsbegleitgesetz 2004 vom 29. Dezember 2003 (BGBl. I S. 3076, 2004 I S. 69) geänderten Fassung angewandt werden, insoweit gem. § 165 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 AO vorläufig durchzuführen.

Gleich lautende Erlasse der obersten Finanzbehörden der Länder vom 19. März 2007:
Finanzministerium Baden-Württemberg: 3 ? S 0338 / 51;
Bayerisches Staatsministerium der Finanzen: 37/34 ? S 3700 ? 006 ? 10954/07;
Senatsverwaltung für Finanzen Berlin: III C ? S 0338 ? 4/2001;
Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg: 33 ? S 0338 ? 3/06;
Der Senator für Finanzen der Freien Hansestadt Bremen: S 3700 – 13;
Finanzbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg: 51 ? S 0338 ? 009/06;
Hessisches Ministerium der Finanzen: S 0338 A ? 020 ? II 11;
Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern: IV 310 ? S 0338 ? 1/03;
Niedersächsisches Finanzministerium: S 3700 ? 22/28 ? 39 1 / S 0338 ? 10 – 33;
Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen: S 0338 ? 26 ? V 1;
Ministerium der Finanzen des Landes Rheinland-Pfalz: S 0338 A – 446;
Ministerium der Finanzen des Saarlandes: B/1-1 ? 63/2007 ? S 0338/S 3821a;
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen: 31 – S 0338 – 37/14 – 10874;
Ministerium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt: 41 ? S 0338 – 25;
Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein: VI 33 ? S 0338 ? 013/11;
Thüringer Finanzministerium: S 0338 A ? 18 ? 203.2;

Schlosser Rechtsanwälte

Nonnenstrombergstraße 5
50939 Köln
 
Telefon: 0221 / 30 14 25-0
Telefax: 0221 / 30 14 25-1
 
Kanzlei@RASchlosser.de

Monatsarchive