Biokraftstoffe – Absatzrückgänge

Nach Auffassung der Bundesregierung wird der Absatz von Biokraftstoffen weiter zurückgehen:

Die Bundesregierung veröffentlichte folgende Mitteilung:

„Der Absatz von Biokraftstoffen in Deutschland ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2007 stark zurückgegangen. Wie aus dem von der Bundesregierung als Unterrichtung vorgelegten Bericht zur Steuerbegünstigung für Biokraft- und Bioheizstoffe 2008 (16/13900) hervorgeht, wurden 2,7 Millionen Tonnen Biodiesel abgesetzt. 2007 waren es noch 3,3 Millionen Tonnen gewesen. In der Unterrichtung heißt es weiter, dass der Absatz von Pflanzenölkraftstoff von 0,84 auf 0,4 Millionen Tonnen zurückgegangen ist. Nur der Absatz von Bioethanol hätte von 0,45 auf 0,62 Millionen Tonnen gesteigert werden können. Dies sei vor allem auf die größere Menge an direkt zu Ottokraftstoff beigemischtem Bioethanol zurückzuführen, schreibt die Bundesregierung. Der Anteil der Biokraftstoffe am deutschen Gesamtkraftstoffbedarf ist von 7,1 auf 5,0 Prozent gesunken, heißt es weiter.

Nicht zuletzt aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation geht die Bundesregierung davon aus, dass es 2009 zu weiteren Absatzrückgängen für Biokraftstoffe kommen könnte. Durch die ab 2009 mögliche höhere Beimischung von Biodiesel zu fossilem Diesel könne die Entwicklung möglicherweise wieder ausgeglichen werden. Aufgrund der ab 2010 vorgeschriebenen weiteren Erhöhung der Biokraftstoffquote könnten die Absatzahlen erneut ansteigen. Eine in früheren Jahren festgestellte Überkompensation bei der steuerlichen Förderung von Biokraftstoffen gebe es nicht mehr, stellt der Bericht fest.

Biodiesel und Pflanzenölkraftstoff werden vornehmlich aus Raps gewonnen, wobei beim Pflanzenölkraftstoff im Gegensatz zu Biodiesel keine chemische Umwandlung erfolgt. Bioethanol wird durch Destillation nach Gärung aus nachwachsenden Rohstoffen wie Getreide oder Zuckerrüben gewonnen. Zur Lage der Hersteller von Biokraftstoffen heißt es in dem Bericht, die Auslastungsquote eines Großteils der Betriebe liege bei 40 Prozent. Es sei im vergangenen Jahr zu mindestens 12 Insolvenzen und Eigentümerwechseln gekommen.“

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