Schlosser Aktuell

Informationen aus Recht und Steuern

Archiv für Oktober, 2008

Restschuldbefreiung trotz Steuerhinterziehung

Erstellt von RA Schlosser am 15. Oktober 2008

Eine Steuerhinterziehung hindert nicht die Restschuldbefreiung im Insolvenzverfahren. Eine Steuerhinterziehung (§ 370 AO) ist, wie der Bundesfinanzhof jetzt ausdrücklich geurteilt hat, keine vorsätzlich begangene unerlaubte Handlung i.S. des § 302 Nr. 1 InsO, § 370 AO ist kein Schutzgesetz i.S. des § 823 Abs. 2 BGB. Weiterlesen »

Abgelegt unter Steuerrecht, Steuerstrafrecht, Zivilrecht | Keine Kommentare »

Direktversicherung beim Ehegattenarbeitsverhältnis

Erstellt von RA Schlosser am 15. Oktober 2008

Wird in einem steuerlich anzuerkennenden Arbeitsverhältnis zwischen Ehegatten (ggf. auch zwischen einer Personengesellschaft und dem Ehegatten eines Gesellschafters) ein Teil des bis dahin bestehenden angemessenen Lohnanspruchs in einen Direktversicherungsschutz umgewandelt ohne Veränderung des Arbeitsverhältnisses im Übrigen (sog. echte Barlohnumwandlung), sind die Versicherungsbeiträge betrieblich veranlasst und regelmäßig ohne Prüfung einer sog. Überversorgung als Betriebsausgabe zu berücksichtigen. Weiterlesen »

Abgelegt unter Einkommensteuer (Betrieb) | Keine Kommentare »

Anteilsübertragung und Branchenwechsel

Erstellt von RA Schlosser am 15. Oktober 2008

§ 8 Abs. 4 KStG 1996 n.F. definiert die “wirtschaftliche Identität” einer Körperschaft in Satz 1 nicht, sondern bestimmt in Satz 2 lediglich beispielhaft, wann eine wirtschaftliche Identität nicht mehr gegeben ist. Satz 2 des § 8 Abs. 4 KStG 1996 n.F. als Regelbeispiel setzt damit aber zugleich mittelbar einen Maßstab für die unter Satz 1 zu fassenden Sachverhalte. Sie müssen Voraussetzungen erfüllen, die mit den in Satz 2 genannten wirtschaftlich vergleichbar sind. Weiterlesen »

Abgelegt unter Körperschaftsteuer | Keine Kommentare »

Kirchensteuer als Sonderausgabe

Erstellt von RA Schlosser am 15. Oktober 2008

Die Erstattung von Kirchensteuer ist nur nsoweit ein rückwirkendes Ereignis i.S. des § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO, als sie die im Jahr der Erstattung gezahlte Kirchensteuer übersteigt. Weiterlesen »

Abgelegt unter Einkommensteuer (privat) | Keine Kommentare »

Eigenkapitalersatzrechtliche Erstattungsverpflichtungen als vGA

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Eine Rückstellung für die Verpflichtung einer GmbH, einer Schwestergesellschaft die von dieser geleisteten Mietzahlungen nach den Grundsätzen der eigenkapitalersetzenden Gebrauchsüberlassung zu erstatten, führt zu einer verdeckten Gewinnausschüttung Weiterlesen »

Abgelegt unter Körperschaftsteuer | Keine Kommentare »

Voraussetzungen und Zulässigkeit einer Bilanzänderung

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

War ein Bilanzansatz im Zeitpunkt der Bilanzaufstellung rechtlich vertretbar, erweist er sich aber im weiteren Verlauf als unrichtig, so kann er unter den Voraussetzungen des § 4 Abs. 2 Satz 2 EStG geändert werden. Ein enger zeitlicher und sachlicher Zusammenhang zwischen einer Bilanzänderung nach § 4 Abs. 2 Satz 2 EStG und einer Bilanzberichtigung nach § 4 Abs. 2 Satz 1 EStG besteht jedenfalls dann, wenn sich beide Vorgänge auf dieselbe Bilanz beziehen und die Änderung der Bilanz unverzüglich nach der Bilanzberichtigung begehrt wird. Weiterlesen »

Abgelegt unter Körperschaftsteuer | Keine Kommentare »

Verlust der wirtschaftlichen Identität

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Fremdfinanzierte Anschaffungen führen zu neuem Betriebsvermögen i.S. des § 8 Abs. 4 Satz 2 KStG 1996 n.F. Der Verlust der wirtschaftlichen Identität einer GmbH gemäß § 8 Abs. 4 Satz 2 KStG 1996 n.F. setzt voraus, dass zwischen der Übertragung der Gesellschaftsanteile und der Zuführung neuen Betriebsvermögens ein sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht. Erwirbt die Gesellschaft noch im Jahr der Anteilsübertragung überwiegend neues Betriebsvermögen, ist aufgrund des engen zeitlichen auch der erforderliche sachliche Zusammenhang widerlegbar zu vermuten. Weiterlesen »

Abgelegt unter Körperschaftsteuer | Keine Kommentare »

Schenkungsteuer vom Schenker oder Beschenkten?

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Hat der Schenker im Verhältnis zum Beschenkten die geschuldete Steuer selbst übernommen und war dies dem Finanzamt bei Erlass des Schenkungsteuerbescheids bekannt, so kann das Finanzamt den Beschenkten nur dann wegen der Schenkungsteuer in Anspruch nehmen, wenn es in der Inanspruchnahme des Bedachten liegende Auswahlentscheidung ausdrücklich begründet, es sei denn, die Gründe sind dem Beschenkten bekannt oder für ihn ohne weiteres erkennbar. Weiterlesen »

Abgelegt unter Erbschaftsteuer | Keine Kommentare »

Zugewinnausgleichsverpflichtung des Erben

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Der Zugewinnausgleichsforderung, die dem überlebenden Ehegatten, der weder Erbe noch Vermächtnisnehmer geworden ist, zum Ausgleich des Zugewinns beim Tode des anderen Ehegatten zusteht, entspricht beim Erben eine Nachlassverbindlichkeit in der Form einer Erblasserschuld, die bei der Ermittlung des steuerpflichtigen Erwerbs mit ihrem Nennwert abzuziehen ist. Weiterlesen »

Abgelegt unter Erbrecht, Erbschaftsteuer, Familienrecht | Keine Kommentare »

Baum-Bestand als nicht abnutzbares Wirtschaftsgut

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Als Wirtschaftsgut ist beim stehenden Holz der einzelne Bestand als kleinste forstliche Planungs- und Bewirtschaftungseinheit anzusehen, sofern dieser eine für die Annahme eines selbständigen Wirtschaftsguts ausreichende Größe von in der Regel mindestens 1 ha hat. Der Bestand zählt zum nicht abnutzbaren Anlagevermögen des Forstbetriebes. Weiterlesen »

Abgelegt unter Einkommensteuer (Betrieb) | Keine Kommentare »

Einziehung eines GmbH-Anteils

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Die Einziehung eines GmbH-Anteils kann frühestens mit ihrer zivilrechtlichen Wirksamkeit zu einem Verlust i.S. von § 17 EStG führen. Weiterlesen »

Abgelegt unter Einkommensteuer (Betrieb) | Keine Kommentare »

Einfuhrumsatzsteuer bei vorschriftswidriger Einfuhr

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Werden Waren, die aus einem Drittland in einen Mitgliedstaat der Gemeinschaft vorschriftswidrig verbracht wurden, in die Bundesrepublik Deutschland weitertransportiert und hier entdeckt, gilt unter den Voraussetzungen des Art. 215 Abs. 4 ZK nicht nur die Zollschuld, sondern auch die Einfuhrumsatzsteuerschuld als in der Bundesrepublik Deutschland entstanden. Weiterlesen »

Abgelegt unter Umsatzsteuer, Zollrecht | Keine Kommentare »

Ausfuhrerstattung für lebende Rinder

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Die beim Transport lebender Rinder gemäß Art. 3 VO Nr. 615/98 erforderliche tierärztliche Kontrolle der ersten Entladung der Tiere im Bestimmungsland hat jedenfalls im unmittelbaren Anschluss an den Entladevorgang zu erfolgen. Eine tierärztliche Kontrolle erst zwölf Tage nach dem Entladen erfüllt diese Voraussetzung nicht. Weiterlesen »

Abgelegt unter Zollrecht | Keine Kommentare »

Verlustvortrag und Teilbetriebsveräußerung

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Die periodenübergreifende Verlustverrechnung bei der Gewerbesteuer ist immer wieder Anlass von Rechtsstreitigkeiten vor dem BFH. Dabei hat sich eine gefestigte Rechtsprechung dahin entwickelt, dass spätere Erträge mit Verlusten nur verrechenbar sind, wenn die Unternehmens- und Unternehmeridentität fortbesteht. Wie der Bundesfinanzhof nun aktuell entschieden hat, können Verluste, die auf einen veräußerten Teilbetrieb entfallen, nicht mehr mit Gewerbeerträgen späterer Veranlagungszeiträume verrechnet werden. Weiterlesen »

Abgelegt unter Gewerbesteuer | Keine Kommentare »

Überführung von Wirtschaftsgütern in eine ausländische Betriebsstätte

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Der Bundesfinanzhof hat mit einem jetzt veröffentlichten Urteil seine Rechtsprechung zur sog. Theorie der finalen Entnahme aufgegeben. Sie betrifft die Pflicht eines Unternehmens, die in einem Wirtschaftsgut angesammelten stillen Reserven sofort aufzudecken, wenn dieses Wirtschaftsgut aus dem Inland in eine ausländische Betriebsstätte überführt wird. Eine derartige Pflicht hat der BFH nun verneint. Die Klägerin, eine deutsche Kommanditgesellschaft, konnte ihre Beteiligung an einer US-amerikanischen Kapitalgesellschaft deshalb “steuerneutral” als Sacheinlage in eine österreichische Kommanditgesellschaft einbringen. Weiterlesen »

Abgelegt unter Außensteuer/DBA, Einkommensteuer (Betrieb) | Keine Kommentare »

Schulgeld fürs englische Internat

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Wie der Bundesfinanzhof jetzt entschieden hat, kann auch Schulgeld für den Besuch eines englischen Internats (unter den Voraussetzungen des § 10 Abs. 1 Nr. 9 EStG) als Sonderausgabe abziehbar sein. Weiterlesen »

Abgelegt unter Einkommensteuer (privat) | Keine Kommentare »

Unterschrift für die Vorsteuervergütung

Erstellt von RA Schlosser am 8. Oktober 2008

Der Bundesfinanzhof hat mit dem Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften zur Vorabentscheidung die Frage vorgelegt, ob der Begriff der “Unterschrift”, der in dem Muster (Anhang A der Richtlinie 79/1072/EWG) zur Stellung eines Antrags auf Vergütung der Umsatzsteuer gemäß Art. 3 Buchst. a der Richtlinie 79/1072 EWG verwendet wird, dahin zu verstehen ist, dass der Unternehmer persönlich unterschreiben muss, oder ob die Unterschrift durch einen Bevollmächtigen ausreicht. Weiterlesen »

Abgelegt unter Umsatzsteuer | Keine Kommentare »

Steuerfreie Abgeordnetenpauschale nicht für jedermann

Erstellt von RA Schlosser am 2. Oktober 2008

Im Anschluss an die mündliche Verhandlung vom 11. September 2008 hat der Bundesfinanzhof heute in den drei bei ihm anhängigen Verfahren, die die Übertragung der steuerfreien Abgeordnetenpauschalen auf die Kläger jener Verfahren zum Gegenstand hatten, die Revisionen der Kläger zurückgewiesen. Weiterlesen »

Abgelegt unter Einkommensteuer (privat) | Keine Kommentare »

Keine Opfergrenze bei Unterhalt an Lebensgefährtin

Erstellt von RA Schlosser am 1. Oktober 2008

Unterhaltsleistungen eines Steuerpflichtigen an seine mit ihm in einer Haushaltsgemeinschaft lebende, mittellose Lebenspartnerin sind nach einem jetzt veröffentlichten Urteil des Bundesfinanzhofs entgegen der bisherigen Praxis der Finanzverwaltung ohne Berücksichtigung der sog. Opfergrenze als außergewöhnliche Belastung nach § 33a Abs. 1 Satz 2 EStG abziehbar. Weiterlesen »

Abgelegt unter Einkommensteuer (privat), Familienrecht | Keine Kommentare »

Prozessstandschaft und notwendige Beiladung im Finanzprozess

Erstellt von RA Schlosser am 1. Oktober 2008

Bei Unsicherheit darüber, ob die Voraussetzungen einer notwendigen Beiladung erfüllt sind, etwa aufgrund des Fortbestandes einer GbR, kann der Bundesfinanzhof den Sachverhalt selbst aufklären, um die erforderliche Überzeugung zum Vorliegen der in § 48 FGO i.V.m. § 60 Abs. 3 FGO geregelten Tatbestände zu erlangen. Misslingt dies jedoch in dem Sinne, dass der BFH auch aufgrund der von den Beteiligten abgegebenen Erklärungen und der von ihnen vorgelegten Unterlagen das Erfordernis einer notwendigen Beiladung weder zu bejahen noch mit hinreichender Gewissheit auszuschließen vermag, so kann es im Interesse der Verfahrensbeschleunigung sowie zur Vermeidung von Verfahrenskosten geboten sein, dem FG die weitere Aufklärung des Sachverhalts zu übertragen, um die im Revisionsverfahren verbliebenen Zweifel insbesondere durch Anhörung der Beteiligten auszuräumen. Weiterlesen »

Abgelegt unter Steuerrecht | Keine Kommentare »